Das ZDV hat im KI-Chat der Universität zwei neue KI-Modelle und zwei Bildgenerierungsmodelle aktiviert. Bis Ende September haben Sie die Gelegenheit, die neuen Möglichkeiten der Modelle kennenzulernen.
Kurz vor Semesterbeginn werden die Modelle voraussichtlich noch einmal aktualisiert oder gegen leistungsfähigere Modelle ausgetauscht. Wir informieren Sie rechtzeitig darüber, mit welchen konkreten Modellversionen wir ins Wintersemester starten.
Die Modelle: MiniMax M3 und Qwen3.6 35B
MiniMax M3 ist vielfältig einsetzbar und lässt sich wie ein klassischer KI-Assistent nutzen. Es eignet sich für komplexe und agentische Aufgaben, bei denen das Modell mehrere Arbeitsschritte eigenständig planen und ausführen muss. Auch für Coding ist das MiniMax M3 geeignet: Es kann Programmieraufgaben in gängigen Sprachen lösen, Code erklären, Fehler suchen und beim Debugging unterstützen.
Qwen3.6 35B ist als Mixture-of-Experts-Modell mit aktiviertem Reasoning-Modus für Aufgaben geeignet, die mehrstufiges logisches Schlussfolgern erfordern. Dank der multimodalen Fähigkeiten können beide Modelle Bilder, Diagramme, Tabellen und Screenshots verarbeiten.
Bilder erstellen und bearbeiten
Z-Image-Turbo ist eine vereinfachte und optimierte Version des Bildgenerierungsmodells Z-Image. Das Modell erreicht mit nur wenigen Rechenschritten pro Bild vergleichbare oder bessere Ergebnisse als führende Konkurrenzmodelle. Die geringere Zahl an Rechenschritten senkt Rechenaufwand und Energiekosten, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Die Lightning-Variante des Modells Qwen-Image-Edit-2511 erlaubt es, bestehende Bilder zu verändern.
Die neuen Modelle MiniMax M3 und Qwen3.6 35B greifen bei Bedarf automatisch auf die Bildmodelle Z-Image-Turbo und Qwen-Image-Edit-2511 zu.
Gute Benchmark-Ergebnisse der Modelle
Um die Leistung der Modelle einzuordnen, helfen etablierte Vergleichstests. MiniMax M3 erzielt beim Benchmark SWE-Bench Pro, einem Test zur Bewertung praktischer Programmierfähigkeiten, einen Wert von 59,0 Prozent. Damit liegt es vor GPT-5.5 und Gemini 3.1 Pro und nur knapp hinter Opus 4.7. Beim Terminal-Bench 2.1, einem weiteren Standardtest für KI-Systeme, erreicht MiniMax M3 mit 66,0 Prozent exakt das gleiche Niveau wie Opus 4.7.
Auch der Hersteller von Qwen3.6 35B veröffentlicht Benchmarks, in denen das agentische Programmieren als Stärke des Modells hervortritt. Bei SWE-Bench Pro, einem Test, bei dem das Modell eigenständig reale Softwareprobleme in echten Code-Repositories lösen muss, erreicht Qwen3.6 49,5 Punkte und liegt damit deutlich vor Googles Gemma 4 31B, das in derselben Testreihe 35,7 Punkte erzielt.
Beim MMMU-Pro-Benchmark, der multimodales Verständnis und Schlussfolgern über Fachtexte, Bilder, Diagramme und Tabellen aus unterschiedlichen Disziplinen prüft, erreicht Qwen3.6 75,3 Punkte und ist damit knapp hinter Gemma 4 31B (76,9), aber deutlich vor Claude Sonnet 4.5, das in derselben Auswertung 68,4 Punkte erzielt.
Aktuelle Modelle laufen Ende September aus
Die Modelle MiniMax M3 und Qwen3.6 35B sind eine Zwischenversion. Kurz vor Semesterbeginn werden die Modelle voraussichtlich noch einmal aktualisiert oder gegen leistungsfähigere Modelle ausgetauscht.
Die Modelle GPT OSS 120B, Qwen3 235B (VL/Thinking) und Qwen3 Coder 30B werden Ende September komplett eingestellt. In der Anwendung sind diese aktuell mit „retires in October“ markiert.
Bis Ende September empfehlen wir, keine neuen umfangreichen oder längeren Forschungsexperimente mit noch vorhandenen Modellen zu starten und bereits begonnene Experimente mit dem jeweiligen Modell abzuschließen.
Jedes Semester Modell-Update
Zukünftig ist ein Update der Modelle jedes Semester angedacht. Dieses wird in die vorlesungsfreie Zeit gelegt und vorher angekündigt. Beim Wechsel der Modelle entstehen für Nutzende keine grundlegenden Änderungen. Die Modelle werden leistungsfähiger, zuverlässiger und qualitativ besser. Darüber hinaus wird das ZDV die Benutzeroberfläche des KI-Chats (OpenWebUI) in vorlesungsfreien Zeiten aktualisieren und um neue Funktionen erweitern. Bereits erstellte vordefinierte Prompts können im Normalfall weiterverwendet werden.
Mehr Informationen zu den Modellen und weitere wichtige Hinweise finden Sie auf unserer Webseite:
https://www.zdv.uni-mainz.de/ki-an-der-jgu/
